Schon gestern Abend eröffnete der amtierende Meister Wolfsburg erfolgreich gegen Stuttgart die neue Bundesliga-Saison.
Heute musste die Frankfurter Eintracht gegen Werder Bremen antreten – auch noch auswärts. Jeder, der die letzten Jahre mitgelitten miterlebt hat weiß, dass die SGE gegen Bremen nie besonders gut ausgesehen hat (wir erinnern uns an schreckliche 0:5 Niederlagen…).
Nach dem guten Start im Pokal gegen die Offenbacher Kickers bestand jedoch Hoffnung, dass es heute nicht zum großen Debakel kommen würde. Skibbe trainiert und arbeitet ganz anders als Ex-Trainer Friedhelm Funkel und das ist gut so.
Beim ersten Blick auf die Mannschaftsaufstellung sah man, dass nur mit einer Spitze gespielt wird, Amanatidis sollte also vorn die Tore machen. Die restliche Mannschaftskonstellation für die SGE recht offensiv ausgerichtet, Caio, Teber und Schwegler scheinen vorerst fest gesetzt im Mittelfeld zu sein. In der Abwehrkette vertraut Skibbe auf Vasoski, der nach langer Verletzungspause wieder zurück in der Mannschaft ist.
Nach nur 6 Minuten rappelte es schon das erste Mal, Amanatidis trifft das Bremer Tor nach einer tollen Vorlage von Teber, kaum zu glauben. Die Eintracht spielt Angriffsfussball.
Die Freude hielt allerdings nicht so lange, Vasoski senste kurze Zeit später im eigenen 16er Özil um, so dass der Schiri keine andere Möglichkeit hatte, als den 11er zu pfeifen.
Nach dem Ausgleich ging die SGE (wieder durch Amanatidis) mit 2:1 in Führung, dank eklatanten Fehlern in der Bremer Abwehr. So unkoordiniert sieht man sonst normalerweise die SGE, vor allem scheinen ein paar Bremer Spieler Nachhilfe bei der Abseitsregelung zu benötigen.
Man sollte ihnen mitteilen, dass die Regel nicht lautet “Abseits ist, wenn der Abwehrspieler den Arm hebt.”.
Nur wenige Minuten später ein gewohntes Bild der Eintracht:
Nikolov bewegt sich im Strafraum, geht zum Ball, faustet gekonnt…..daneben und serviert Sanogo das 2:2 auf dem Silbertablett.
Mit diesem Ergebnis ging es erst einmal in die Kabine.
Nach der Pause musste Amanatidis den Platz verlassen, hat sich wohl schon wieder am Knie verletzte, nachdem er unsanft mit Fritz zusammengestoßen war. Schöne Scheiße. Wäre er noch Captain, wäre er schon wieder ein verletzter Captain. Naja. Desweiteren kam noch Köhler in die Partie, was rätselhaft bleibt.
Er könnte ja auf links spielen, wenn er sich nicht immer die Bälle bei Standardsituationen krallen würde. Das kann der doch gar nicht! Warum lässt man ihn dann immer schießen. Das versteht vermutlich nicht einmal der Fussballgott.
Durch einige gute Angriffsaktionen kommt dann endlich die entscheidende Ecke zu Stande. Im Strafraumgewühl erwischt keiner der langen Bremer den Ball, der fliegt aufs Tor zu, Wiese lässt abprallen und Fenin netzt zum 3:2 Endstand aus Frankfurter Sicht ein.
Kurz vor Spielende geht Prödl noch mit gelb-rot vom Platz, was vielleicht ein wenig übertrieben war.
Viele schöne Szenen von Caio, der im Übrigen volle 90 Minuten durchgespielt hat, aber auch sonst zeigt sich die Eintracht von ihrer offensiven Seite, was man seit einigen Jahren gar nicht mehr gewohnt ist. Das soll bitte so bleiben, denn so macht Fussball wirklich Spaß.
Mit Pokalsieg und 3 Punkten in die neue Saison gestartet, großartig!
Die Sommerpause ist endlich zu Ende!