Zu gut
Dumm gelaufen, sollte man meinen.
Ausgerechnet ein Flugzeug von US-Präsident Barack Obama hat in New York Furcht vor einem neuen Terroranschlag ausgelöst: Das Weiße Haus sah sich nach dem verwirrenden Tiefflug über Manhattan gezwungen, sich offiziell zu entschuldigen. Obwohl die Behörden informiert gewesen seien, habe der Flug zwecks Fotoaufnahmen für das Pentagon “Konfusion und Beunruhigung” ausgelöst, heißt es in der Stellungnahme des Militär-Direktors des Weißen Hauses, Louis Caldera. Er bedaure die Unruhe, die der Flug der blau-weiß angestrichenen Präsidentenmaschine ausgelöst habe, betonte Caldera.
Am Montagmorgen gegen 10.00 Uhr Ortszeit war die umgebaute Langstreckenversion der Boeing 747-200B, begleitet von zwei F-16 Kampfjets, im Tiefflug über New York geflogen. In der Stadt, in der am 11. September 2001 Terroristen mit gekaperten Linienmaschinen mit Flügen in die Wolkenkratzer des World Trade Centers fast 3000 Menschen getötet hatten, sei Angst vor einem neuen Terroranschlag ausgebrochen, berichteten die US-Fernsehsender. Zahlreiche Bürger hätten die Notrufnummern der Stadt angerufen. In mehreren Gebäuden Manhattans verließen den Berichten nach viele Hundert Menschen fluchtartig ihre Büros.
Nun ist also zumindest schon einmal raus, wer es ins Halbfinale von DSDS geschafft hat:
Daniel Schuhmacher, Annemarie Eilfeld und Sarah Kreuz singen am nächsten Samstag um den Einzug ins Finale.
Vollkommen unverständlich, dass Dominik Büchele nach der letzten Mottoshow seinen Hut nehmen musste. Beide Auftritte von ihm waren gelungen, zwar hatte er sich mit Elton John einen Hammer vorgenommen, aber Dieter Bohlen hatte mit “Prinz der Hamster, statt König der Löwen” dieses Mal nicht recht. Der Auftritt war tatsächlich mehr als in Ordnung gewesen.
Absolut großartig war der zweite Auftritt, bei dem Dominik mit Simon and Garfunkel glänzte und “Silence”. Besser kann man Simon and Garfunkel eigentlich nicht performen, warum das nicht gereicht haben soll, bleibt ein Geheimnis.
Daniel Schuhmacher entschied sich für Klassiker wie “Take My Breath Aways” und “You are so Beautiful”. Allerdings ist bei Letzterem Titel Mark Medlock (der übrigens auch zu Gast war) unerreicht. Daniel lieferte seine gute Leistung ab, wie in fast jeder Show, mit seinem hohen Wiedererkennungswert in der Stimme hat er mit Sicherheit die besten Karten den Contest zu gewinnen. Selbst wenn nicht: Von Dieter Bohlen gibt es nur Lob, Lob, Lob, der wird ohnehin was mit Daniel produzieren, so oder so.
Einige Stimmen wurden laut, weil man auf Amazon bereits das DSDS-Siegeralbum 2009 findet, wenn man “Daniel Schuhmacher” als Suchwort eingibt. Amazon hat wohl die Absicht, mit eigenen Tags, ein paar Klicks mehr zu generieren
Annemarie Eilfeld suchte sich zwei Balladen für die siebte Mottoshow aus und sang “There you’ll be” und “Because of you”. Beides keine einfachen Titel, beides recht passabel gemacht. Annemarie ist ohnehin mehr für die Presse ausserhalb der Show zuständig und hat damit offenbar den richtigen Weg eingeschlagen – den Weg ins Halbfinale.
Sarah Kreuz war in dieser Mottoshow die Schwächste, meiner Meinung nach. “Warwick Avenue” passte einfach nicht von ihr, das Gefühl kam bei Weitem nicht rüber, das dieser Song im Original hat. “I will always love you” ist ein Klassiker, das hat sie relativ gut gemacht, Dieter Bohlen sagte sogar “Das würde die Whitney nicht besser singen.”. Naja. Geschmackssache sprach der Affe und biss in die Seife
Bei der Entscheidung heulte weinte Daniel Sturzbäche von Tränen, weil Dominik gehen musste. Hätte wohl lieber jemand anderen fliegen sehen.
Lebbe geht weider.
Die Bundesligasaison 2008/2009 neigt sich langsam aber sicher dem Ende und man munkelt, dass die Frankfurter Eintracht mit dem Abstieg “nichts mehr zu tun haben wird”. Zumindest die Verantwortlichen im Verein und auch die Medien propagieren das.
Als skeptischer Begleiter der SGE ist man sich da nicht so sicher und wie sagte Marco Russ “So lange es rechnerisch noch möglich ist, dass wir da unten reinrutschen, ist es möglich und so lange dürfen wir uns nicht sicher sein.”. War, glaube ich, der erste sinnvolle und zusammenhängende Satz, den ich seit langem von einem Spieler der SGE gehört habe.
Man fuhr also mit der Einstellung ins Schwabenland “Wir wollen hier gewinnen”, selbst Friedhelm Funkel ließ sich zu solchen Äußerungen im Vorfeld hinreißen – und das will schon was heißen.
Also reiste man beim VfB Stuttgart guter Dinge und voll Tatendrang an und begann mit der gewohnten Aufstellung mit defensiver Doppel-6, bestehend aus Fink und Inamoto.
In der ersten Halbzeit sah alles wirklich gut aus, die Frankfurter Eintracht tatsächlich gleichwertig wie die Schwaben. Gomes war bei Chris gut untergebracht und auch Cacau war weitgehend abgemeldet. Man mag es kaum glauben, die Eintracht erarbeitete sich sogar die ein oder andere Chance. Fenin traf passend zum Carbonpanzer allerdings nur Aluminium (bereits zum 6. Mal) und verpasste damit den Führungstreffer.
Dann passierte, was der Eintracht leider oft passiert: Ein individueller Fehler, Steinhöfer verliert ohne Not an der Seitenauslinie den Ball, spielt ihn Magnin vor die Füße, der flankt ohne zu Zögern und findet Cacau’s Kopf. Schwer zu sagen, ob der Ball für Pröll haltbar war, jedenfalls durfte dieser wenige Sekunden später den Ball aus dem Netz hinter sich fischen. Bis zur Halbzeitpause gelang es der SGE nicht, noch den Ausgleichstreffer zu erzielen, also hoffte man als Zuschauer auf die zweite Hälfte. Immerhin war diese bislang immer besser als die Erste.
Weit gefehlt. In der 47. Minute steht Mario Gomes nach einer Ecke für den VfB frei im Strafraum herum und besiegelt den Sieg der Schwaben mit dem 2:0.
Das Frankfurter Spiel verflachte zusehends, bald war von der guten ersten Halbzeit überhaupt nichts mehr übrig. Die zweite Halbzeit artete in einen Grottenkick aus, man hätte getrost auf Konferenz umschalten können, wenn es nicht so wäre, wie immer:
Man muss einfach irgendwie Hinsehen.
Also keine Punkte eingefahren, das Restprogramm heißt Dortmund, Hannover, Werder, Bochum und HSV. Wo da noch Punkte her sollen ist bislang eine ungeklärte Frage.
Auch wenn sich die Castingshows im Deutschen Fernsehen derzeit alle dem Finale nähern – ganz vorbei ist es noch nicht.
Für Larissa bei Germany’s Next Topmodel hingegen schon. Die Gewinnerin des Topmodel-Contests aus Österreich musste dieses Mal mit der Verkündung “Ich habe leider kein Foto für Dich” leben.
Die Möchtegern Topmodel-Anwärterinnen hatten gestern ein Shooting der mehr oder weniger besonderen Art. Sie sollten sich in berühmte Persönlichkeiten wie Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, Bettie Page und Sophia Loren verwandeln.
Die Shootings waren etwas gewöhnungsbedürftig und die Ergebnisse eher mäßig. Aber wie soll man auch, 8 Wochen in den Staaten und unter Heidi Klums Fittiche, als noch unerfahrenes Model wirken wie solche berühmten Weltstars? Noch dazu waren die Locations teilweise etwas seltsam, für die Marilyn Aufnahmen musste man fast gewillt sein, sich die Haxen zu brechen.
Einige der Aufnahmen waren am Ende immerhin recht passabel. Zumindest die schwarz-weiß Bilder.
Laut Heidi Klum war die Challenge dieser Folge “lustig” und mal “zum Entspannen”. Die Mädchen bekamen von der Maske riesige Nasen oder Pickel ins Gesicht gepappt, ein paar Andere mussten nur mit unechten Zähnen vorlieb nehmen.
Mit diesen “kleinen Makeln” sollten die Teilnehmerinnen zu einem Fake-Casting-Gespräch, das die Jury höchstselbst führte. Naja. War ganz lustig anzusehen, mehr auch nicht. Sarina gewann diese Challenge (”Das ist das erste Mal, dass ich überhaupt etwas gewinne hier.”) und durfte ein Videotelefonat mit ihrer Familie führen.
Den “richtigen” Jobzuschlag erhielt wieder einmal Marie, die von einem Jungdesigner für ein Shooting gebucht und mit Schmuck im Wert von 2 Millionen Dollar behangen wurde. Die anderen Mädchen natürlich wieder knatschig, weil Marie “immer alle Jobs” bekommt. Also das alte Lied.
Maria hingegen (Maria, Marie, Wahnsinn) wurde vom Fotografen der letzten Sendung überraschend gebucht, also war das keine dahergesagte leere Versprechung. Sie durfte für ein Cover einer Zeitschrift posieren und machte einen ziemlich guten Job.
Um noch ein bisschen Drama in die Show zu bringen, war dieses Mal die Sendung, in der die Mädchen “emotional in sich gehen” mussten. Viele Tränen, viel dummes Geschwätz, Germany’s Next Heulboje. Die Einzige, die nicht unendlich flennte, war Larissa.
Diese Emotionslosigkeit (man könnte es fast professionell nennen) gefällt nicht und somit fuhr sie nach Hause.
Bekommt leider auch keinen Fotoabzug vom letzten Shooting für ihre Mappe, weil “es gab kein Foto”. Bisschen affig. Alles klar.
Auf in die nächste Runde.
Gestern bei hart aber fair lautete das Thema ”
Armutsrisiko Reichtum:
Die Gutverdiener als Wahlkampf-Opfer?”
Wie man schon erahnen kann, ging es um den Wahlkampf, denn schließlich sucht Deutschland im Herbst den neuen/alten Superstar Bundeskanzler/in.
Das Wahlkampfprogramm der SPD sorgt für viel Gesprächsstoff, man hat unter Anderem so den Eindruck, dass Klassenkampf nun wieder im Trend liegt.
Mehrfach fielen in der gestrigen Sendung abgegriffene Zitate wie “Eigentum verpflichtet”, “starke Schultern müssen mehr tragen” und all diese interessanten Dinge.
Natürlich wird auch wieder mit Parolen um sich geworfen, dass man “die Reichen” mehr schröpfen muss. Auch soll eine zusätzliche, neue Börstensteuer eingeführt werden.
Selbstverständlich mit der Begründung, dass der Finanzmarkt viel zu lange viel zu unkontrolliert gewesen sei. Ahja. Deswegen soll man zukünftig auf jeden Aktienhandel (egal um welche Summe es sich dabei handelt) eine Steuer zahlen und dann natürlich auf den Gewinn noch einmal 25% Steuern, nicht zu vergessen SoLi und Kirchensteuer. Mal nachdenken, das Aktiendepot kostet ebenfalls Gebühren…Eigentlich kann man es dann gleich lassen.
Man fragt sich letztlich schon, ob den Politikern nichts besseres einfällt, anstatt immer weiter die Steuern erhöhen zu wollen. Das Prinzip läuft doch letztlich darauf hinaus, den Reichen noch mehr wegzunehmen, um es den Armen zu geben. Sicherlich ein edler Grundgedanke, nur wohin führt das? Wenn man nun selber zu den Reichen zählen würde…Was wäre dann? Würde man dann hier bleiben und “alles” brav abgeben? Oder würde man seinen Wohnsitz kurzerhand in die Schweiz oder ein anderes Steuerparadies verlegen und selber entscheiden, wie man vielleicht einen Teil seiner Kohle wohltätig investiert? Mal nachdenken….
Wenn das so weitergeht, dann treiben solche Gesetze irgendwann auch den letzten Vermögenden aus dem Land und spätestens dann stürzt das ganze Kartenhaus in sich zusammen. Leider sind solche Prozesse ziemlich langwierig und leider sind die Deutschen auch nicht so revolutionsbereit wie die Franzosen.
Das Skurrile an der Sache ist, dass unter die “Reichen” teilweise selbst Leute fallen, die definitiv noch zum Mittelstand gehören. Die “richtig Reichen” und großen Konzerne zahlen doch ohnehin kaum Steuern oder haben Möglichkeiten, die Kohlen aus dem Feuer ausser Landes zu schaffen.
Auch interessant war die Diskussion “Verdient eine Verkäuferin zu wenig in Deutschland?”. Faktensheet ist noch nicht auf der Seite, aber wenn ich mich richtig erinnere, verdient eine Verkäuferin im KaDeWe 1.300 -1.800 Euro. Glaube sogar brutto. Dass das nicht viel ist, ist jedem klar. Interessante Frage, die in den Raum geworfen wurde war: Was ist, wenn der Arbeitgeber nicht mehr zahlen KANN?
Darauf hatte niemand eine so rechte Antwort, das kann dann alles immer gar nicht sein.
Klar, das KaDeWe soll ja auch verkauft werden, weil es so schlecht läuft, munkelt man. Aber natürlich. Mindestlohn können wir uns schon noch leisten.
Alles total verrückt.
| 20. April 2009 |
Wie der Titel schon sagt:
Heute feiert das Internet seinen 20. Geburtstag.
Herzlichen Glückwunsch
Das Motto der 6. Mottoshow war irgendwie merkwürdig: “Sonne und Regen”. Da kommt es doch schon zu einem leichten “Hä?!”, weil man als Zuschauer nicht so ganz weiß, was man damit nun anfangen soll.
Das heimliche Motto der Show war allerdings ohnehin ein ganz anderes: “Wer offen liebt, der fliegt”, so titelte RTL.
Wer ein paar Minuten vor Showbeginn auf RTL schaltete und noch das Ende der Klatschmagazine erwischte konnte hören, dass Dominik Büchele sich “geoutet” hat. Nein, keine Sorge, schwul ist er nicht. Aber er hat öffentlich zugegeben, dass er seit mehr als einem Jahr in einer festen Beziehung ist. Schlecht fürs Showbusiness? Viele sagen: Ja.
Vermutlich hätte er das von Anfang an offenlegen müssen, um niemanden zu verärgern, allerdings wäre er dann wohl auch gar nicht erst so weit gevoted worden. Jetzt mitten in der Sendung bekannt zu geben, dass er schon lange nicht mehr zu haben ist, könnte seine Fanbase allerdings vom Anrufen abhalten. Es dürfte viele Mädels geben, die für Dominik angerufen haben, weil sie auf genau diesen Typ Sänger stehen. Wenn er Pech hat, werden diese nun nicht mehr so oft zum Telefonhörer greifen, um ihn zum Superstar zu wählen. Wer weiß, was der Grund war, dass genau jetzt, wo es um den Einzug in die Top 3 geht, diese Veröffentlichung gemacht wurde.
Wollte man vom ganzen Annemarie-Medienrummel ablenken und mal etwas anderes zu erzählen haben? Hat die Freundin eventuell gesagt “Schluß jetzt mit dem Verheimlichen”? Man weiß es nicht.
Auch Benny Kiekhäben ist angeblich frisch verliebt. Ob man ihm das nun auf der Bühne anhörte, wie Dieter Bohlen behauptete, bleibt fraglich. Benny eröffnete die Show mit “I’m walking on sunshine” und vergriff sich mehr als einmal in der Tonlage. Er versuchte, eine flotte Sohle auf die Bühne zu legen und vergaß dabei offensichtlich ein wenig die gesangliche Performance. Da konnten auch die bunten Klamotten nicht viel wettmachen.
Sein zweiter Titel “When the rain begins to fall” war auch nicht glücklich gewählt, die ganze Performance und vor allem der Gesang waren weitaus schlechter als in den letzten Sendungen. Die Zuschauer bestätigten dies und riefen nicht an. Benny musste DSDS zurecht verlassen.
Sarah Kreuz startete mit “It’s raining men” in die 6. Mottoshow. Mit rotem Mantel leuchtete sie über die ganze Bühne und konnte mit ihrer ohnehin voluminösen Stimme den Song der Weathergirls gut rüberbringen. Endlich geht Sarah bei der Titelauswahl auch mal auf ein paar fetzigere Songs, das hat in den letzten Sendungen echt gefehlt. Auch wenn Dieter am Auftritt herummäkelte, wird Sarah es mit Sicherheit in die Top 3 schaffen.
“You are the Sunshine of my Life” war die zweite Song-Auswahl und oh Wunder, als Zuschauer durfte man einmal eine Sarah erleben, die nicht einfach mit Stimmgewalt ins Mikrofon plärrte, sondern mit viel Gefühl einen Song performte. Chapeau, das war wirklich top.
Dominik Büchele betrat die Bühne bei seinem ersten Auftritt im fragwürdigen Hawaiihemd mit lustigen Gitarren und Blümchen.
“Upside Down” war seine Titelauswahl und nach seinem Wire-to-Wire Auftritt war dieser mehr als nur enttäuschend. Auch die Jury nörgelte, dass Dominik sich eher zurückentwickle als weiter und bei diesem Song muss ich sagen: Ausnahmsweise haben sie mal absolut recht. Das ging gar nicht.
Mit “Why dows it always rain on me?” versuchte Dominik nachzulegen, aber auch das gelang ihm an diesem Abend nur teilweise. Seine ganze Leistung kam nicht an vorherige heran, vielleicht hat er einfach einen schlechten Abend erwischt. Oder ihm hat der ganze Rummel außerhalb der Show zu sehr zugesetzt. Ich glaube, dass er es schwer haben wird, in die Top 3 zu kommen. Zum einen kritisiert die Jury seit ein, zwei Sendungen immer wieder sehr hart, zum anderen nun die ich-habe-eine-Freundin-Nummer.
Beides zusammen könnte Dominik um einen Platz auf dem Siegertreppchen bringen.
Daniel Schuhmacher hat offenbar einen Faible für die Eurythmics. Für seinen ersten Auftritt wählte er “Here comes the rain again”. Kann man absolut nicht meckern, war eine sehr ordentliche Performance, die Top 3 dürfte ihm sicher sein. Da er ohnehin der Liebling der Jury ist, erntete er nur Lob, Lob, Lob und auch genügend Anrufe für die nächste Show.
“Ain’t no Sunshine” war Daniels zweiter Titel und man muss einfach sagen, dass das neben Sarahs zweitem Auftritt der Beste des ganzen Abends war. Viel Gefühl, viel gute Stimme, hat alles zusammengepasst. Top.
Annemarie Eilfeld ist ja sowieso fast zum Mittelpunkt dieser DSDS-Staffel geworden. Außerhalb der Sendung sorgt sie mit Sicherheit für den meisten Wirbel, lässt sich alle Nase lang fast nackig in der BILD abdrucken und zieht es vor, über alle ihre Mitkonkurrenten schlecht zu reden. Die Trailer der gestrigen Sendung befassten sich eigentlich fast ausschließlich damit, wie hinterhältig Annemarie ist und wie sie um jeden Preis DSDS gewinnen möchte. Da fallen schonmal Worte wie “Annemarie ist falsch” und “Das ist psychologische Kriegsführung”. Ihr erster Auftritt mit “Bailando” war gar nichts von alledem. Unterirdisch ist noch eine Verniedlichung, es war schlicht und ergreifend ein Griff ins Klo schlechter Auftritt, vor allem im Vergleich zu den letzten Shows.
Ihrem zweiten Titel gegenüber war ich schon bei der Ankündigung skeptisch: “Purple Rain”.
Für mich der absolute Inbegriff des Siegertitels von Tobias Regener. Tobias hatte diesen Titel zwei mal während der DSDS-Staffel gesungen, die er letztliche auch gewonnen hat. Diese Performance war nur noch vom Original zu toppen, das war einfach großartig. Nun wagte sich Annemarie an diesen Titel und es kam das dabei heraus, was zu befürchten war: Nichts. Dieser Titel ist einfach ein Männertitel, von einer Frau gesungen kommt das nicht rüber. Vielleicht konnte Annemarie es auch nicht rüberbringen, ich lasse mich gern eines besseren belehren, sollte es eine vernünftige Frauen-Version dieses Titels geben.
Dieter Bohlen gab den ein oder anderen garstigen Kommentar zu Annemaries Auftritten ab, allerdings landete er mit der Titulierung Annemaries als “Bitch” einen Treffer unter der Gürtellinie. Dieter-Bohlen-Sprüche sind das eine, offene Beleidigungen das andere. Klarer Minuspunkt für Dieter.
Vor der Entscheidung durfte dann noch Oliver Pocher auftreten, der den Bagger wieder einmal gehörig aufgerissen hatte. Als Bill Kaulitz Imitat ging er auf die Bühne und sang reichlich schief und schlecht “Durch den Monsun” und freute sich dabei nen Keks.
Ein Schlag ins Gesicht für alle, die ernsthaft an dieser Show teilnehmen, aber dennoch enormer Unterhaltungswert für die Zuschauer.
Nächste Woche geht es also schon fast um die Wurst, nächste Woche geht es um den Einzug in die Top 3 Show.
Gestern empfing Eintracht Frankfurt Borussia Mönchengladbach in der Commerzbank-Arena.
Das Wetter spielte nicht ganz so mit, immer mal wieder leichter Nieselregen, kühle Temperaturen und zeitweise unangenehmer Wind.
Nichtsdestotrotz ging alles seinen gewohnten Gang und leider blieb die SGE ihrer Linie zunächst einmal treu:
Die erste Halbzeit war eine geschlagene Katastrophe. Korkmaz, Caio, Petkovic drückten allesamt die Bank, aber Personalentscheidungen von Friedhelm Funkel waren ja noch nie immer nachvollziehbar. Dafür nach langer Verletzungspause Christoph Spycher wieder mit in der Startelf.
Dennoch fand die SGE in der ersten Halbzeit kaum ins Spiel. Gladbach diktierte, was immer sie wollten, Marko Marin unternahm regelmäßig alleinige Spaziergänge über den Platz und Pröll (der für den wieder einmal verletzten Nikolov im Tor stand) musste den ein oder anderen nicht ungefährlichen Ball abwehren, um seinen Kasten sauber zu halten. Pröll glücklicherweise sofort in einer guten Form an einem guten Tag, man hatte schlimmeres befürchtet.
Nach 30 Minuten hallten die ersten “Funkel raus” Rufe durch die Arena, gefolgt von “Caio” Gesängen. Das Publikum sah: Da ging nix.
Es entstand kein Spielfluss, im Mittelfeld sah sich niemand zuständig für die Rolle des Spielmachers, die Fehlpassquote unheimlich hoch, die Kreativität irgendwo zwischen Kabinengang und Fussballfeld verloren gegangen.
Fenin spielte trotz Rippenbruch mit einem Carbonpanzer und wirkte allenfalls so beweglich wie ein echter Panzer.
Kurz vor der Pause gelang es Alex Meier, einen Eckstoß von Steinhöfer ins Tor der Gladbacher zu drücken. Unglaublich, aber wahr: 1:0 Führung für die Frankfurter Eintracht. Man begann nun also zu hoffen, dass es in der Halbzeit eine ordentliche Ansprache geben würde und es dann nicht gleich den Ausgleich nach dem Wiederanpfiff setzen würde.
Wie bereits die Spiele zuvor, kam eine ganz andere Mannschaft aus der Kabine – obwohl Funkel keinen Wechsel vornahm.
Auf einmal waren die Frankfurter Spieler auf dem Platz präsent, bissen sich in die Zweikämpfe, ließen auch Marin nicht die ganze Zeit unbehelligt umherspazieren und wollten nun, dass hier etwas geht.
Liberopoulos traf in der 47. Spielminute zum 2:0, Erleichterung machte sich im Stadion breit.
Einen Moment der Angst gab es dann noch einmal, als Marko Marin sich im Strafraum der Eintracht lang machte und den Elfmeter bekam. Selbst in den Fernsehzeitlupen ist schwer zu sagen, ob das Foul von Chris an Marin Absicht war, aber gepfiffen ist gepfiffen.
Vielleicht war auch der Fussballgott der Ansicht, dass es kein absichtliches Foulspiel war, denn Pröll konnte den Elfmeter abwehren.
Half allerdings nichts, denn kurze Zeit später gab es WIEDER Strafstoß, WIEDER gegen die Eintracht und WIEDER weil Marko Marin den Frankfurter Rasen mit einer Liegewiese verwechselte. Dieses Mal war nichts zu machen, 2:1 und nun musste man fast wieder fürchten, dass das ganze Spiel kippen könnte.
Ausnahmsweise verunsicherte der Anschlusstreffer die SGE nicht und somit konnte sie davon profitieren, dass Gladbach nun mehr wollte. Es ergaben sich mehr Spielsituationen nach vorn und glücklicherweise konnten Russ und Fink noch zum 4:1 Endstand treffen.
Caio wurde für die letzten 2, 3 Minuten noch aufs Feld zum Auslaufen geschickt, Bajramovic verletzte sich erneut nach nur wenigen Minuten Einsatz.
Trotz des eindeutigen Ergebnisses muss sich die Eintracht die Frage gefallen lassen, warum die erste Halbzeit mehr als unterirdisch war. Man kann nicht immer hoffen, ein glückliches Tor zur Führung zu machen und dann in der zweiten Halbzeit alles klar machen zu können.
In der letzten Folge bei Germany’s Next Topmodel hieß es: Greift zur Gitarre Mädels und rockt los!
Die verbleibenden Kandidatinnen wurden in Hollywood zum Dreh eines Werbespots vorgeladen, bei dem sie – ganz wie Heidi Klum – in Unterwäsche an einer E-Gitarre rocken sollten. Das gelang allen Mädchen mehr oder weniger gut, die “Vorbereitung” auf diesen Job sollte ein 3-minütiger-Auftritt in einem kleinen Theater sein. Was man in diesen 3 Minuten auf der Bühne zeigen wollte, war den Mädels vollkommen selbst überlassen und letztlich kam auch dementsprechend etwas dabei raus.
Die Sendung war alles in allem zwar recht amüsant, aber nicht wirklich spannend. Ira geriet bei einem Casting künstlich mit Peyman aneinander, das ist aber auch schon alles Nennenswerte.
Echtes Highlight war der Besuch von Topmodel Bar Refaeli, die ein bisschen Senf zu allem gab, aber immerhin ein wirklicher Profi ist.
Man kann sich die Werbespots der Mädchen hier ansehen, allerdings muss man viel Geduld beweisen, weil Pro7 alles mit Werbespots volldonnert bis zum geht nicht mehr. Also muss man gefühlte 100x Süssigkeiten und Autowerbung über sich ergehen lassen. Nicht zu vergessen auch noch vom Handy-Sponsor.
Katrina musste am Ende der Sendung hören “Ich habe leider kein Foto für Dich.”, weil sie laut der Jury zu wenig aus sich herausgegangen ist und sie nicht sehen, in der kurzen Zeit bei Germanys Next Topmodel noch daran zu arbeiten, dass das Mädchen extrovertierter wird.
So long, warten wir die nächste Woche ab.
