omg…so wie es momentan bei der frankfurter eintracht abgeht, kann das eigentlich nur böse enden…
zuerst suspendiert gönnt trainer friedhelm funkel michael thurk und albert streit eine “kreative pause”, um seine macht als trainer zu demonstrieren wegen mangelnder leistung.
es ist wahr, dass sowohl thurk als auch streit nicht in form sind. bei thurk brauchen wir uns sicher nicht darüber streiten, dass einfach momentan nicht viel geht.
auch streit ist derzeit eher etwas apathisch, hat seinen kampfgeist ein stückweit verloren, weil in der mannschaft einfach nicht alle auf dem feld zu 100% mitziehen, was den offensiven mittelfeldspieler natürlich frustriert.
aber aus dem kader herausnehmen? herr funkel, diese logik müssen sie dann doch eigentlich wahrheitsgemäß! genauer erläutern.
es ist definitiv so, dass streit derzeit unter seinen möglichkeiten spielt. aber ich würde sagen, 10 torvorlagen im spiel gegen cottbus…das ist ordentlich. nicht der fehler des vorbereiters, wenn der sturm die vorlagen nicht verwerten kann. 10 torvorlagen in einem spiel gegen eine mannschaft, die selten fussball spielt, sondern einfach nur verteidigungs-blockball.
trotz schlechter form noch einer der besten offensiven frankfurter (von denen wir weiss gott wenig genug haben).
welchen grund gibt es, einen solchen spieler in einer solch wichtigen phase aus dem kader zu nehmen?
mangelnde leistung?
sicher nicht.
der einzige reim, den ich mir darauf machen kann, ist, dass es intern schwierigkeiten gibt…die saison geht in den endspurt und die hälfte der bundesliga-vereine kämpft dieses mal mit dem abstieg. wir sind mittendrin und voll dabei. die nerven liegen blank. da ist es nicht ungewöhnlich, dass man im training oder auch auf dem platz aneinander gerät. auch bei den fans beginnt die grosse anspannung unerträglich zu werden. nur können wir nichts tun, ausser – wie jede saison – ausharren und hoffen.
hoffen, dass es auch ohne offensiven streit klappt.
in bielefeld hat es funktioniert…meiner meinung nach hatten wir aber den überraschungsmoment auf unserer seite…nach 10 minuten gleich einen treffer zu landen, als bielefeld noch gar nicht richtig da war…wir konnten das spiel in die hand nehmen und irgendwie lief es auch…okay, wir haben gesehen, es geht auch ohne spielmacher im mittelfeld. nichtsdestotrotz: wäre es noch besser gegangen?
dann das pokal-spiel am vergangenen dienstag gegen nürnberg…eine katastrophe…die frankfurter abwehr ohne not vollkommen umgestellt was auch immer FF hier wieder wollte, das weiss nur er allein, vollkommenes chaos…zudem ging in der vorwärtsbewegung überhaupt nichts…unsinnige ballverluste im mittelfeld, ein unterirdisch spielender köhler – der zudem zwei 100%ige vergab – und auch sonst keine impulse nach vorn.
tja, herr funkel. irgendwie scheints an der moral zu bröckeln. warum? weil die spieler mit ihrem trainer nicht mehr “freunde werden”, wie amanatidis es formulierte. er stünde alleine da mit dieser meinung, waren die worte des trainers.
amanatidis versauerte wochenlang auf der reservebank, ein machtkampf mit dem trainer, den er nur verlieren konnte wohl auch als kreative pause gedacht…
was war mit stephan lexa? francisco copado? spieler, die ihren eigenen kopf hatten….angeblich im training nicht genug reingehängt -> reservebank. verein verlassen.
und jetzt die sache mit streit. streit sagt, er empfinde es als vertrauensbruch, dass der trainer ihn so behandle.
funkels antwort: “wenn er kein vertrauen mehr hat, ist das sein problem, nicht meins.”
langsam fühlen sich viele der fans an die heynckes-zeiten erinnert. und haben angst.
zurecht.