Okt 23
rote karte
gebloggt hat: amazingfufu am 23. Oktober 2006 | | 1 x kommentiert »
Kategorien: fussball

ich wollte noch was darüber aus dem netz suchen, aber Consula ist mir zuvor gekommen……..danke :)

Im Rahmen einer europäischen Aktionswoche und aus aktuellem Anlaß, wehrten sich der DFB und die DFL vergangenes Wochenende erneut aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung in den Stadien. “Zeig Rassismus die rote Karte” hieß das Motto der Kampagne.

Bereits vergangenen Dienstag hatte die Uefa die Aktionswoche eingeleitet. In den Begegnungen der Champions League trugen die Kapitäne aller Vereine auf ihren Armbinden die Aufschrift „Vereint gegen Rassismus“.

In allen Stadien von der Regionalliga bis zur Bundesliga wurde von Spielern und Zuschauern eine Karte mit der Aufschrift „Zeig dem Rassismus die Rote Karte“ gemeinsam in die Höhe gehalten. Seit dem Fall Asamoah in Rostock, war es bis hinunter zur Kreisklasse vermehrt zu Vorfällen mit fremdenfeindlichen Hintergrund gekommen.

Die Euphorie um die von großer Gastfreundschaft geprägte WM, verflacht zunehmend.

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Okt 23
it’s the feeling of fight!
gebloggt hat: amazingfufu am 23. Oktober 2006 | | Keine Meinungen »
Kategorien: fussball

so….da gerade “eye of the tiger” im radio läuft, muss ich kurz bloggen, weils mich an die eintracht erinnert :D

gestern natürlich gegen nürnberg im stadion gewesen, nachdem ich auch die unglückliche 2:1 niederlage gegen palermo donnerstags zuvor live gesehen habe….

es ist wie immer, die SGE hat die chancen und verwandelt sie nicht…thurk schiesst aus einer position von einem meter vor dem tor in die wolken, amanatidis schlittert haarscharf an einem ball vorbei und streit will den torwart umschlenzen, anstatt mit voller wucht das ding in die ecke zu knallen, als der tormann schon geschlagen am boden liegt…

allerdings kompliment an die mannschaft, nachdem man so dämlich war, den frühen elfmeter-führungstreffer innerhalb von 90 sekunden auf ein 1:1 zu minimieren, hat man sich doch auch nach dem 2:1 rückstand noch zurück ins spiel gebissen und den ausgleich geschossen…ein wunderschönes freistoss tor von streit, übrigens <3 (heiraten will :D )
der kampfgeist war da, und es war einfach mitreissend, die mannschaft so kämpfen zu sehen <3

und wieder einmal bleiben wir die könige des unentschiedens und weiterhin einer der beiden vereine der bundesliga, die bislang ungeschlagen sind…nur freuen kann man sich darüber so langsam nicht mehr…8 spiele, 7 unentschieden und 1 sieg…so kommen wir nicht weiter…nächste woche samstag geht es nach münchen…für das spiel haben wir sogar karten o/ und werden mit der bahn hindüsen :D und uns ansehen, wie uns die bayern gefrustet ungespitzt in den boden rammen, lol…nein, man weiss nie und im fussball ist immer alles möglich…

danach kommen aber die wirklich wichtigen spiele: bochum, cottbus, bielefeld….die müssen wir einfach mit 3 punkten machen, dann sind wir schon einmal gut raus…jetzt am mittwoch spielen wir im pokal gegen essen, wir haben eigentlich nur noch englische wochen bis zur winterpause o/

das einzig störende waren ein paar nürnberger fans, die ein wenig…nun ja O_o neo-nazi mässig angehaucht waren…und dann die aktion “zeig rassismus die rote karte” vom dfb….passte wie die faust aufs auge :ugly:
ich frage mich, wieso solche leute sich die mühen und kosten machen, für ein bisschen krawall zu einem auswärtsspiel zu fahren…wieso ist denen das nicht zu teuer? O_o

btw. hier der spot von der seite des dfb:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=lj4AzkVXfs8]

Okt 12
mal was politisches
gebloggt hat: amazingfufu am 12. Oktober 2006 | | Keine Meinungen »
Kategorien: politik

heute in der faz gesehen und als interessanten kommentar empfunden:

Der Patient als Störenfried
VON TOBIAS PILLER, ROM

11. Oktober 2006
Wohin die deutsche Gesundheitspolitik führt, läßt sich in Italiens Praxen besichtigen.
Was gut gemeint ist, bringt nicht immer gute Ergebnisse. Dies erleben die Italiener im täglichen Umgang mit ihrem Gesundheitssystem. Nach den jüngsten Vereinbarungen der Bundesregierung ist nicht auszuschließen, daß den Deutschen die italienischen Erfahrungen noch bevorstehen. Aus der Perspektive des Südens jedenfalls wirken viele Pläne deutscher Gesundheitspolitiker wie ein großer Schritt Richtung Italien.

Bis vor wenigen Jahren waren es die Deutschen gewohnt, vom Arzt oder Krankenhaus als Kunden betrachtet zu werden. Mehr Patienten und mehr Leistungen bedeuteten früher für Arzt oder Krankenhaus höhere Einnahmen. Davon ist im deutschen Gesundheitswesen derzeit noch ein Nachhall zu erleben. Doch sorgen eigentlich schon viele Mechanismen, etwa Budgets und Strafen, für gegenteilige Anreize. Wohin das im Extremfall führt, ist in Italiens staatlichen Praxen und Krankenhäusern zu besichtigen: Hier steht der Patient oft nur noch als unerwünschter Störenfried da. Für Ärzte, Pfleger und Krankenhäuser macht es finanziell keinen unmittelbaren Unterschied, ob sie einen Patienten mehr oder weniger behandeln, schneller oder langsamer arbeiten; Gehälter und Budgets bleiben davon zunächst unberührt.

Deshalb reicht es nicht, bei einer Reform nur über die Kostenseite des Gesundheitswesens zu diskutieren oder über die Art der Einziehung von Krankenkassenbeiträgen. Denn die Budgets, die Bestrafungsmechanismen und die bürokratischen Apparate wirken nicht nur kurzfristig auf die Ausgaben der Krankenkassen. Sie haben auch Folgen für die Motivation, sie erzeugen Gleichgültigkeit, Effizienz oder Schlendrian bei der Krankenbehandlung. Diese besteht schließlich aus Dienstleistungen, die mit Instrumenten des Marktes oder der planenden Staatswirtschaft produziert werden. Italien hat sich für ein staatlich gelenktes Einheitssystem entschieden und leidet unter den Folgen – auch in Form langer Wartelisten. In manchen Regionen müssen Patienten selbst bei Verdacht auf einen bösartigen Tumor monatelang auf eine Röntgenuntersuchung harren und dann bei Bedarf bis zu einem Jahr auf eine Operation.

Die Idealprinzipien des italienischen Gesundheitswesen klingen dabei ähnlich wie diejenigen der deutschen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt: gleiche und gerechte Gesundheitsversorgung für alle zu überschaubaren Kosten. Dabei ist Italiens Erfahrung nicht nur fragwürdig auf der Seite der Versorgung. Auch die Kosten laufen davon und wachsen doppelt so schnell wie das Volkseinkommen. Ohne einschneidende Veränderungen wird auch das unzulängliche staatliche Gesundheitssystem Italiens in einigen Jahren zehn Prozent des Volkseinkommens verschlingen. Doch wagt derzeit kein Politiker, die Mittel für die Gesundheit seiner Wähler nachhaltig zu begrenzen.

Vom Ideal der Gerechtigkeit ist in Italien wenig übrig. Wenn die Budgets festgezurrt sind, die Effizienz hinter den Zielen zurückbleibt, müssen die Leistungen kontingentiert werden. Daraus ergibt sich viel Spielraum für Manipulationen: Wer bessere Beziehungen besitzt, erhält die bessere Behandlung. Deshalb würden Italiener sehr kritisch reagieren auf treuherzige Bekenntnisse eines Gesundheitspolitikers wie Horst Seehofer, der seine Erfahrungen als Kassenpatient lobt. “Kein Wunder”, lautet die italienische Antwort. “Daß Prominente gut behandelt werden, ist auch bei uns selbstverständlich.”

Hier liegt nicht der einzige Makel des staatlichen Einheitssystems in Italien. Obwohl in der Theorie für alles gesorgt sein sollte, ziehen diejenigen, die es sich leisten können, die private Krankenbehandlung vor. Dort wiederum gelten die blanken Regeln der Marktwirtschaft, die manchem Deutschen brutal erscheinen mögen: Bezahlt wird in bar oder per Kreditkarte, bei aufwendiger Therapie auch im voraus. Diese Behandlung leisten sich die wohlhabenden Italiener, aber auch die Durchschnittsfamilie – mit entsprechenden Opfern. Es ist dann selbstverständlich, daß die Familie zusammenlegen muß für die Operation der Oma und daß dafür vielleicht ein Urlaub ausfallen muß.

Was die private Krankenbehandlung in Italien von derjenigen in Deutschland unterscheidet, ist das Prinzip “alles oder nichts”. Einfach zuzahlen oder eine Zusatzversicherung für relativ wenig Geld, die den Deutschen eine Privatbehandlung sichert – so etwas gibt es in Italien nicht. Der Patient steht in Italien vor zwei getrennten Welten. Er muß für seine Privatbehandlung nicht die Zusatzkosten, sondern alles bezahlen. Auf der Sonnenseite des Zwei-Klassen-Systems funktioniert dann allerdings auch alles besser als in den Staatsbetrieben: Es gibt keine Wartezeiten, zügige Behandlung, freundliches Personal. Von der allgemein besseren Ausstattung der Privatpraxen und Krankenhäuser mit Geräten können die nicht privilegierten Patienten des staatlichen Systems in Italien nur in Ausnahmefällen profitieren, während in Deutschland der Zusatzverdienst mit Privatpatienten eine Geräteausstattung rentabel macht, die dann allen zugute kommt.

Allein die materiellen Opfer, die viele Italiener auf sich nehmen, um der Staatsmedizin zu entfliehen, sind ein weiteres Indiz dafür, daß das staatliche Gesundheitswesen insgesamt die Bewertung “ungenügend” verdient. Dabei gibt es dort natürlich nicht nur Versagen, sondern auch gut funktionierende Beispiele, punktuell sogar Spitzenleistungen. Doch das Prinzip der gleichen und gerechten Versorgung für alle bleibt in einem Einheitssystem ein frommer Wunsch. Von Italien können die deutschen Gesundheitspolitiker lernen: Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Absichten.

Text: F.A.Z., 12.10.2006, Nr. 237 / Seite 11

gratulation, ulla. unser weg endet sicher anders als der italiens. vielleicht werden wir dann 2010 wenigstens weltmeister, wenn schon unser gesundheitssystem kollabiert -_-

Okt 01
im stadion :D
gebloggt hat: amazingfufu am 01. Oktober 2006 | | 4 Meinungen »
Kategorien: fussball

begegnen einem des öfteren seltsame leute :D

gleich zu anfang, sehr geil :D
wir waren natürlich viel zu früh da, weil wir wussten, dass das heimspiel gegen den HSV bis auf den letzten platz ausverkauft sein würde….tatsächlich waren 51.500 zuschauer da, die hütte war voll…
in weiser voraussicht sind wir schon früh losgefahren, um nicht irgendwo in der wildnis 10km vom stadion entfernt parken zu müssen…
was tut man also, wenn man noch 1 1/2 stunden zeit hat, bis das spiel beginnt? natürlich begibt man sich zur nächsten bude und kauft sich eine stadionwurst :D die man dann an bierbänken sitzenderweise verzehrt….gesagt getan, mein vater hat sich um die getränke gekümmert, ein freund von ihm und ich um die würstchen….haben dann an einer bierbankgarnitur auch ein paar freie plätze gefunden, natürlich neben eintracht fans :D
auf der anderen seite des biertisches sass ein etwas mürrischer mann O_o vielleicht war die last zu gross für ihn, dass er fürchtete wir könnten gegen den HSV verlieren :D jedenfalls haben wir uns hingesetzt und wie das bei diesen bänken auf kies nunmal so ist, wackelt dann alles etwas….
der mann schaut so und meint “wenn von meinem bier auch nur ein bisschen was verschüttet wird, dann kauft ihr mir ein neues, ist das klar”…ok ok, nur kein streit….mein vater sagte dann zu ihm “das sind die frankfurter, gute geschäfte-macher, wie?” woraufhin ich natürlich nicht inne halten konnte und “besser die frankfurter, als die hamburger” in die runde warf….jegliche vergeblichen versuche, die stimmung aufzulockern scheiterten kläglich :D der muffige mann wollte weiterhin muffeln, hat dies auch ausgiebig getan :D solche leute sind einfach toll :D seine frau kam dann noch dazu mit dem vielleicht 10 jährigen sohn….und beklagte sich lautstark über die brötchen von der würstchenbude, weil sie nicht frisch seien….und bemängelte, dass die würstchen bestimmt vom letzten wochenende seien….was erwarten diese menschen? :D wahrscheinlich waren die nicht von letzter woche sondern vom letzten heimspiel :D :D :D

vor uns im stadion sass dann eine dame im gesetzteren alter….die ersteinmal bei den fangesängen rythmisch mitschunkelte….sah äusserst merkwürdig aus :D
bei jeder chance oder jeder gefährlichen situation fing die dame das kreischen an…ich dachte, mir platzt das trommelfell :D den tinnitus gabs gratis zur vergammelten stadionwurst und dem eintritt!

das spiel an sich war wirklich gut :D das unentschieden imho gerecht…..wenn man die chancen auswertet, dann kommen wir etwa gleichauf hin, also vollkommen in ordnung….die hamburger hatten 2 lattenschüsse bei standards, wir dafür gegen ende 2 wirklich 90%ige chancen, die nicht reingingen….ich denke, aus frankfurter sicht kann man zufrieden sein, unsere nicht-geschlagen serie ist nicht abgerissen und wir hätten gegen einen verein wie den HSV auch locker verlieren können, auch wenn sie die letzten spiele in unterirdischer verfassung waren….
das nächste spiel ist am 14.ten, da geht es nach hannover, da müssen 3 punkte her!