Jan 25
Video Putricide-Kill (10)
gebloggt hat: amazingfufu am 25. Januar 2010 | | Keine Meinungen »
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Peng!

Ein kleines Kill-Video aus Tank-Sicht unseres Niederringens von Putricide im 10er Raid ;)

Generell kann man mit Serverplatz 3 ganz gut leben :D

Jan 21

Eigentlich hatte ich nie eine schlechte Meinung von Sparkassen – bis eben.

Seit gefühlten 100 Jahren bin ich Kunde bei unserer Sparkasse vor Ort und fühlte mich dort immer gut aufgehoben. Aufgrund der Größe der Filiale betreute der Filialleiter viele Kunden selbst, da seine 2 “Berater” nicht alles übernehmen konnten und auch für bestimmte Fachgebiete zuständig waren.
Als Kunde hatte man den Eindruck, dass das gut funktionierte, man konnte viele Dinge flexibel regeln, denn immerhin hat man als Filialleitung eben auch ein paar kleine Freiheiten. Das restliche Alltagsgeschäft versank ebenfalls nicht im Chaos, alles war gut.

Bis im Herbst 2009 die Obersten der Spasskasse Sparkasse auf die Idee kamen, den Filialleitern die Kunden zu entziehen und die Ahnungslosen Leute auf neue Berater “zu verteilen”.
Die Filialleitung solle sich nicht mit “Alltagsgeschäft” befassen, sondern nur noch organisatorische Aufgaben übernehmen.

Wenn die Filialleitung allerdings 20 Jahre lang Kundenberatung gemacht hat, könnte es unter Umständen sein, dass Kunden nicht gewillt sind, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu beenden, nur weil ein Vorstand das wünscht.

Hilft leider alles nix, eine Weisung von oben ist nunmal Gesetz und nun sieht man sich einem neuen Berater gegenüber, der völlig überfordert ist mit den vielen zugewiesenen Kunden, die er nun betreuen soll.

Seitdem hört man von seinem neuen Berater nur noch “Das geht nicht.”, “Das können wir nicht machen.” oder “Ich habe leider keinen Termin frei.”.
Da lacht das Kundenherz.
Vor allem als Geschäftskunde hört man “Das geht nicht.” besonders gern.

Da der neu zugeteilte Berater nicht einmal in der Filiale vor Ort ansässig ist, soll man jetzt für jeglichen Scheiss 15 km in eine andere Filiale gurken.
Selbst, wenn man nur ein Konto eröffnen will.

Abgesehen davon, dass kein vertrauensvolles Verhältnis mehr zwischen Kunde und Berater (und damit der Bank) besteht, wird hier der Begriff “Servicewüste” noch einmal neu definiert. Glückwunsch!

Da fragt man sich: Hat da überhaupt jemand nachgedacht?
Das nächste Konto wird jedenfalls nicht bei der Sparkasse eröffnet.
Nennt man dann wohl Pech.

Jan 15
Wenn das iPhone abstürzt…
gebloggt hat: amazingfufu am 15. Januar 2010 | | Keine Meinungen »

Die Tücken der Technik können einen zur Verzweiflung treiben, wer kennt das nicht.

In meinem unmittelbaren Umfeld ist es jetzt schon bei zwei Leuten vorgekommen, dass deren iPhone 3G einfach die Grätsche gemacht hat.
Die Akkuanzeige eben noch komplett voll, auf einmal schwarzer Bildschirm.

In einem Fall hat es schon gereicht, das iPhone wieder an Strom zu hängen. Es war, als wäre einfach der Akku restlos leergelaufen, was laut Anzeige zwar eigentlich nicht sein konnte, aber man ist ja schon happy, wenn’s wieder geht.

Im zweiten Fall war die Sache nicht so einfach.
iPhone ans Ladekabel gehängt: kein Lebenszeichen.
Aber da das Internet eine großartige Erfindung ist (zumindest meistens), habe ich mich auf die Suche begeben und folgende Vorgehensweise ausfindig machen können:

Es gibt einen “hidden Recovery Modus”, zu dem man folgendermaßen gelangt:
1. USB-Verbindung trennen
2. Power und Home gleichzeitig 10 Sekunden gedrückt halten
3. Power loslassen und Home weitere 10 Sekunden gedrückt halten
4. USB-Kabel einstecken, iTunes sollte das iPhone im Recovery Modus erkennen (falls nicht, 1-3 nochmals versuchen)
5. iBrickr (oder Independence) starten um das Phone aus dem Recovery Modus zu holen (kein Restore mit iTunes machen, das ist nicht notwendig).”

Das hatte dann auch geklappt, das besagte iPhone lebt wieder. Yay!
Falls euer iPhone sich also aus dem Kreis der Lebenden verabschiedet habt, probiert erst einmal das aus, bevor ihr zum nächsten AppleStore rennt :)

Jan 06
Das Jahr 2009
gebloggt hat: amazingfufu am 06. Januar 2010 | | Keine Meinungen »

Auch ich war in letzter Zeit blogfaul, aber ich hoffe, ihr hattet trotzdem alle ein besinnliches Weihnachtsfest oder seid wenigstens mal zur Ruhe gekommen…Und habts beim Start ins neue Jahr ordentlich krachen lassen.

Bei Vizekönigin habe ich einen netten “Jahresrückblick” erspäht. Einfach ein Satz (aus dem Blog natürlich) aus jedem Monat des vergangenen Jahres copy und pasten. Fertig ist die Lauge, wer mag, darf natürlich auch.
Habe bemerkt, dass die meisten Sachen eher nachdenklich und ernst sind, als lustig. Aber die jüngsten Kommentare machen ja deutlich, dass bei mir in Twitter gemotzt wird…Daran kann man sich dann ja erheitern, wer durchblättern mag :P

Januar:
“Ein Moment Geschichte, den man live miterleben durfte.”

Februar:
“Die Frankfurter Eintracht gewinnt tatsächlich gegen den KSC mit 1:0 auswärts.”

März:
“Brautmodenshootings ohne Bruce, das ist wie “Nimm 2″ ohne “Nimm”.”

April:
“Heute feiert das Internet seinen 20. Geburtstag.”

Mai:
“Bei o2 angerufen “Euer UMTS geht nicht and nao ma iphone craiz.”.”

Juni:
“Vermutlich hatten sie keine Ahnung, wie man so ein Ding im manuellen Modus fliegt.”

Juli:
“Ein zweiter Airbus (dieses Mal eine 310) hat den Boden geknutscht.”

August:
“Am Ende soll einem diese Geschichte vermutlich sagen, dass es nicht falsch ist, Träume zu haben, sondern dass es falsch ist, sie nicht zu verwirklichen, wenn man die Chance dazu hat.”

September:
“So. Schwarz-Gelb ist es nun.”

Oktober:
“Das nächste Mal kaufe ich mir lieber 35 Cheeseburger anstatt einer Eintrittskarte.”

November:
“Zuerst dachte man gar nicht, dass das wirklich stimmen könnte, das musste eine Falschmeldung sein, bis die ersten Nachrichtensender ebenfalls in ihren Ticker-News schrieben, dass Hannovers Torwart nicht mehr am Leben ist.”

Dezember:
“Der Bumerang wird irgendwann zurückkommen und dann ist es die Natur, die den Mensch zerstört – und nicht andersherum.”

Dez 23
Avatar – Aufbruch nach Pandora
gebloggt hat: amazingfufu am 23. Dezember 2009 | | 2 Meinungen »
Kategorien: film

Der neue Film von James Cameron “Avatar – Aufbruch nach Pandora” ist eine fantastische Reise, nicht nur für Fantasy Fans.

Zur nüchternen Technik vorab: Wer die Möglichkeit hat, sollte sich den Film im 3D Kino ansehen, denn hier hat Cameron neue Maßstäbe gesetzt. Die teilweise neu entwickelte Technik für diesen Film übertrifft alles, was man bisher im 3D Kino zu sehen bekommen hat. So episch und monumental wie die Landschaften für den großen Effekt sind, so detailreich und liebevoll gestaltet ist jedes einzelne Blatt in den Wäldern.
Mit Sicherheit beeindruckt der Film bereits in 2D, allerdings ist der Preisaufschlag für das 3D Vergnügen jeden Cent wert.

Die Geschichte an sich erfindet das Rad der Filmgeschichte nicht neu:
Jake, ein ausrangierter Marine im Rollstuhl, bekommt das Angebot den Platz seines verstorbenen Bruders in einem wissenschaftlichen Projekt einzunehmen. Jake sieht in seinem alten Leben mit seiner Querschnittslähmung ohnehin keine Möglichkeiten mehr für ihn und geht nach Pandora.
Zu Anfang eher zum Ärgernis der Wissenschaftler und Forscher auf Pandora, da sein Zwillingsbruder der promovierte kluge Kopf war und Jake der chaotische Haudrauf.

Da Menschen in der Atmosphäre Pandoras nicht überleben können, züchtete das wissenschaftliche Team “Avatare”, die aus menschlicher und Na’vi DNA “produziert” werden. Die Na’vi sind Ureinwohner Pandoras, die in Einklang mit ihrer Umwelt und Natur leben. Durch die Avatare ist es den Wissenschaftlern möglich, sich frei auf Pandora zu bewegen, anstatt mit Atemmasken durch die Gegend zu laufen.
Die wahre Intention, warum die Menschen auf Pandora gelandet sind, wird jedoch bald klar: Es geht nicht um das wissenschaftliche Projekt, sondern um Geld.
Ein bestimmtes Erz kann auf der Erde für irrwitzige Preise verkauft werden und nun sind die Menschen nach Pandora gekommen, um dieses Erz abzubauen – koste es, was es wolle.

Sobald Jake mit dem Avatar in Verbindung tritt, den eigentlich sein Bruder hätte kontrollieren sollen, taucht man zusammen mit ihm in die so wundersame, aber fantastische Welt von Pandora ein.
Anfangs dient Jake als Informationsquelle für die militärischen Einheiten, doch je mehr er in Form seines Avatars über Pandora und das Volk der Na’vi lernt, desto entschlossener wird er, die Zerstörung dieser Welt durch den Mensch zu verhindern.
Ich will jetzt nicht zuviel von der Geschichte vorweg nehmen, natürlich verliebt er sich in die Na’vi Frau Neytiri, die zufällig auch noch die Tochter des Anführers der Na’vi ist.
Das hier Romantik, Konflikt und etwas Kitsch nicht weit voneinander entfernt sind ist für eine Filmgeschichte nicht neu, passt zu “Avatar” aber wie Toast zu Marmelade.

Die Entwicklung der Geschichte ist ganz klar: Die Grenze der beiden Leben von Jake verschwimmt immer mehr, er genießt das Leben in Form seines Avatars, ohne seine Behinderung und lernt, die Natur um sich herum anders wahrzunehmen.
Die Na’vi sagen zur Begrüßung “Ich sehe Dich.”. Die Bedeutung dessen ist Jake und auch dem Zuschauer anfangs gar nicht richtig bewusst, erst am Ende versteht man, dass damit tatsächlich gemeint ist, dass man den Anderen nicht nur wahrnimmt, sondern sieht. Dass man seine Umwelt wirklich bewusst sieht.
Je tiefer der Zuschauer mit Jake in die Welt von Pandora eintaucht, je mehr wundersame Tiere und wunderschöne Landschaften man kennenlernt, desto deutlicher wird, warum diese Welt schützenswert ist.

Natürlich schlägt Jake sich am Ende auf die Seite der Na’vi, weil er sich längst selbst zugehörig zu diesem Volk fühlt. Und natürlich ist es auch kein leichtes Unterfangen, mal eben die Welt zu retten.
Zuguterletzt gibt es dennoch ein Happy-End – Pandora muss zwar viel Zerstörung durch die Menschen hinnehmen, aber  zum Schluss muss der Mensch sich mit all seiner militärischen Gewalt doch zurückziehen und das Erz dort belassen, wo es ist.
Selbstverständlich gibt es auch für Jake ein Happy-End, der seinen menschlichen Körper Dank der Gottheit der Na’vi zurücklässt und seinen Avatar als neuen Körper annimmt.

Der beeindruckende Film imponiert nicht nur mit seinen Bildern, seiner Geschichte und seiner Musik – die Botschaft dahinter ist ebenso gewaltig:
Es ist nicht der Mensch, der die Natur dominiert, da sich die Natur nicht dominieren lässt.
Die Menschen kommen nach Pandora, um aus Gier nach Geld und Macht das Erz abzubauen, vollkommen gleichgültig, ob sie dabei Pandoras Natur zerstören. Die Menschen haben den Blick für das Größere verloren, mehr als einmal bezeichnen sie die Na’vi als “Affen” oder “Wilde”, ungeachtet, ob dieses Volk eine Kultur hat, intelligent ist oder nicht. Um das Erz abbauen zu können, müssen etliche Strecken Wald abgeholzt werden, wozu die Menschen lediglich äußern “Es sind doch nur Bäume.”.
Der Mensch glaubt, über jeden Zweifel erhaben zu sein und die Natur dominieren zu können. Am Ende dieses Krieges auf Pandora muss der Mensch jedoch lernen, dass die Natur sein Verhalten nur bis zu einem gewissen Punkt duldet und danach zurückschlägt. Die Menschen müssen sich aus dem Kampf zurückziehen, weil sich alle Lebewesen Pandoras  gegen sie verbünden und sie aus ihrer Welt vertreiben.

Nach dem Kinoerlebnis will James Cameron dem Zuschauer damit wohl mit auf den Weg geben, dass der Mensch nicht alles mit seiner Umwelt machen kann und dass wir in einer Welt leben, die nicht nur schützens- sondern auch liebenswert ist.
Wir sollten sie nicht zerstören, nur um uns kurzfristig daran zu bereichern.
Der Bumerang wird irgendwann zurückkommen und dann ist es die Natur, die den Mensch zerstört – und nicht andersherum.

Dez 07
SGE – Mainz
gebloggt hat: amazingfufu am 07. Dezember 2009 | | 1 x kommentiert »

Mal wieder Zeit für einen Blog-Eintrag.

Bereits vor dem Spiel letzten Samstag begannen die Medien, die Partie Eintracht Frankfurt – Karnevalsverein FSV Mainz 05 zu einem sogenannten “Derby” zu hypen.
Mehrfach viel sogar das Wort “Hessen-Derby” und “ein hessisches Duell”.

Vielleicht sollte man dazu sagen, dass Mainz gar nicht in Hessen liegt, sondern in Rheinland-Pfalz.
Wer das nicht glaubt, kann es auch gern auf wikipedia nachlesen.

Sei’s drum.

Nach dem gewonnen Spiel in Berlin (hab’s leider nicht geschafft hierzu einen Eintrag zu posten…Die Hertha hat die SGE ja quasi angefleht, die Punkte mit nach Hause zu nehmen…) hatte man in Frankfurt die berechtigte Hoffnung, dass es jetzt vielleicht bergauf geht – zumindest ein bisschen.
Wir sind kalte und graue November gewohnt, aber gegen den Karnevalsverein Mainz muss zu Hause doch was drin sein.

Das Spiel selbst war in Ordnung, für Eintracht Verhältnisse sogar recht gut, auch wenn die Mainzer etliche gefährliche Chancen herausspielten. Aber jeder weiß, wie es ist: Wer die Dinger vor dem Tor nicht macht, kann nicht gewinnen. Sonst geht das gefühlt immer uns so, am Samstag durften die Mainzer aus allen Lagen am Tor von Oka Nikolov vorbeischießen.
Am Ende gewann die SGE mit 2:0, einmal traf Maik Franz, einmal kaum zu glauben Alex Meier.
Das Spiel war im allgemeinen nicht sonderlich ruppig, nicht herausragend geprägt von Fouls. Zweimal gab es Rudelbildung, aber so ist das eben, wenn 22 Männer auf dem Rasen aufeinandertreffen ;)
Mehr oder weniger spektakulär war die Gelb-Rote Karte vom Mainzer Spieler Amri, der nach seiner ersten Gelb-Verwarnung einfach weiter hackte und bolzte und dem Schiedsrichter sogar noch höhnischen Applaus entgegenbrachte, als dieser die rote Karte zückte. Rudelbildung Nummer 1.
An Rudelbildung Nummer 2 erinnere ich mich gar nicht mehr genau – war jedenfalls auch vorhanden.

Maik Franz hatte das zweifelhafte Vergnügen sich mit seinem Gegenspieler Bancé auseinanderzusetzen und wie wir Iron-Maik kennen, hat er das gewohnt ruppig getan. Aber wer Maik Franz beobachtet weiß: Der teilt nicht nur aus, der kann auch einstecken.

Nach dem Spiel zeigte Bancé dann noch den Stinkefinger angeblich in Richtung Franz, Fernsehkameras sei Dank wird sowas heute ja schön breitgetreten. Franz sagte im Interview bei Sky direkt nach dem Spiel, dass man so etwas nicht überbewerten soll, das sei direkt nach dem Spiel und manchmal kochen Emotionen schon einmal hoch. Machte nicht den Eindruck, als sei er immer noch geladen, der Kampf war auf dem Platz und nach dem Abpfiff ist alles wieder paletti und friedlich. So sollte es eigentlich sein.

Dass Bancé allerdings am nächsten Tag in der Presse behauptet, Franz habe seine Mutter (und seinen Vater?) beleidigt und ihn auch desweiteren noch rassistisch beschimpft…Da stellt sich einem die Frage, warum diese Vorwürfe dann nicht direkt nach dem Spiel zur Sprache gebracht wurden und ob das vielleicht nur ein Ablenkungsmanöver vom eigenen unsportlichen Verhalten ist.
Das lustige Sportgericht wird sicherlich darüber entscheiden,  aber bei allem was vorstellbar ist, kann sich in Frankfurt niemand vorstellen, dass Maik Franz einen Hang zum Rassismus haben soll. Der geht auf dem Platz schonmal hoch wie ‘ne Rakete, aber dass er sich dermaßen unprofessionell verhält ist schwer zu glauben.

Man wird sehen, was bei dieser Geschichte herauskommt und man kann nur hoffen, dass nichts “hängenbleibt”. Wäre schade um den Iron-Maik, der sich schon nach einer halben Saison in die Herzen der Fans gekickt hat. Ein guter Typ in der Mannschaft, ein Charakter, der ihr die letzten Jahre gefehlt hat.

Nov 22
SGE – Gladbach
gebloggt hat: amazingfufu am 22. November 2009 | | Keine Meinungen »
Kategorien: Gesellschaft, SGE, fussball

Nach der Länderspielpause fand der Bundesliga-Alltag gestern seine Fortsetzung.
Für Hannover 96 das erste Spiel ohne Robert Enke, was mindestens so seltsam war, als würde Biene Maja ohne Willi losziehen. Oder Tim ohne Struppi. Naja. Ihr wisst schon.

Für die SGE ging es gestern im eigenen Stadion gegen Borussia Mönchengladbach. Eine Mannschaft, die in der Tabelle hinter der Eintracht steht – also eigentlich eine, die man zu Hause schlagen muss.

Vor dem Spielbeginn gab es noch die überall angekündigte Schweigeminute um Robert Enke zu gedenken – wie in allen Stadien an diesem Wochenende.
Traurig, dass die Fankurve der Gladbacher sich dazu entschlossen hat, dieses Anliegen nicht zu respektieren. Das ganze Stadion war mucksmäuschenstill und mitten während der Schweigeminute brüllten ein paar Schwachmaten aus der Gladbacher Kurve los und fingen an zu singen “schalalala”. Ziemlich dämlich.
Dafür ernteten sie auch reichlich Pfiffe, aber den Moment haben sie damit dennoch versaut.

Über das Spiel selbst muss man leider wieder einmal gar nicht viel sagen.
Die erste Halbzeit ging 0:0 zu Ende, am Anfang und am Ende hatte man das Gefühl, dass die Eintracht vielleicht mal gewinnen könnte. Aber irgendwie fehlte der endgültige Zug zum Tor, auch wenn hier und da mal ein paar Chancen herausgearbeitet wurden. Allerdings muss man dazu sagen, Gefahr kam nur über die Seite von Patrick Ochs, wenn das Spiel schnell über die Außen lief. Alles andere wirkte ideenlos und war auch nicht von Erfolg gekrönt.

In der zweiten Halbzeit nahm dann alles seinen unaufhaltsamen Lauf, wie man es von der SGE in den letzten Wochen gewohnt ist.
In der 54. Minute wehrt Russ im eigenen Strafraum einen Ball so unglücklich ab, dass dieser aus 20 cm Entfernung von seinem Fuss abprallt und Oka Nikolov im Gesicht trifft (aua). Natürlich prallt der Ball vom Nasenbein des Keepers ins Frankfurter Tor. Welch nettes Gastgeschenk für die Gladbacher, die bis dahin mindestens genauso harmlos im Angriff waren wie die Eintracht.

Nach dem 0:1 passierte….nichts. Kein Kampf, keine Leidenschaft, kein Fussball.
Das Spiel nach vorne fand nicht einmal wirklich statt und wenn der Ball in Richtung des Gegners Strafraum kam, war es lächerlich harmlos. Die einzigen guten Torszenen hatte Alex Meier (man glaubt es kaum), die Gladbach sogar einmal zum Retten-auf-der-Linie zwangen.
Alles weitere war eine geschlagene Katastrophe.
Steinhöfer wie ein Fremdkörper in der Mannschaft, gefühlt kommt nur jeder 10. Pass überhaupt beim eigenen Mann an. Das ganze Spiel über eine gute Flanke und eine gute Ecke. Das ist ein bisschen wenig. Zudem glänzte Steinhöfer mit irrwitzigen Hackentricks. Ist schon toll, wenn man den Pass nichtmal über 2 Meter normal zum eigenen Mann bringt, dann versucht man es eben mit einem Hackentrick. Macht Sinn.
Caio zwar ganz gut und mit einigen, wenigen Ideen, die er allerdings mit seinen Mitspielern nicht umsetzen kann. Meier immer zur falschen Zeit am falschen Ort und auch die Anderen denken oftmals nicht mit, wenn von Caio ein intelligent gespielter Pass kommt.
Schwegler und Korkmaz zwar beide nicht in Bestform, aber immerhin noch “die Besseren” in der Mannschaft. Dribbeln sich allerdings zu oft fest, verlieren unnötig den Ball.
Franz hat eine eigentlich passable Partie gemacht, sah nur bei einigen Flanken der Gladbacher nicht so gut aus. War aber noch einer der Besseren.
Russ unglücklich beim Eigentor, wie in der letzten Zeit eben so oft. Da sind immer mal wieder Böcke dabei, die sind der Wahnsinn.
Nikolov hätte beim ersten Treffer den Ball schon haben müssen, bevor Russ überhaupt drankam. Auch hier eben wieder einmal eine unglückliche Szene, wie so oft in der letzten Zeit.
Spycher komplett neben der Spur, Meier immer zur falschen Zeit am falschen Ort, das Übliche.

Es läuft derzeit einfach nichts zusammen bei der Eintracht. Nun ist Funkel weg und Skibbe da und trotzdem läuft es nicht und wie es aussieht wird man mit diesem Kader wohl gegen den Abstieg spielen und sich freuen, dass es Mannschaften gibt, die diese Saison NOCH schlechter dastehen (kaum zu glauben).
Die SGE hat keine Charakterköpfe mehr, Spieler wie Kyrgiakos und Streit konnte oder wollte man nicht halten. Stattdessen holte man Spieler, die sich stromlinienförmig anpassen und keine wirkliche Stütze sind. Wirkliche Kampfschweine haben wir kaum bis gar nicht, Führungsspieler schon gar nicht.
Amanatidis ist dauerverletzt, der als einziger ein wenig Temperament auf den Platz bringt.

Nächste Woche geht es gegen die Hertha, die ja nun unter Funkel spielt. Übrigens trägt er dort im Stadion Anzug statt Trainingsklamotten und spielt mit 2 Spitzen. Verrückt.

Wenigstens sieht’s Stadion schee aus.

Commerzbank Arena

Commerzbank Arena

Nov 20
Mutig…
gebloggt hat: amazingfufu am 20. November 2009 | | Keine Meinungen »
Kategorien: Gesellschaft, fussball

… ist es von Andreas Biermann, dass er als Profi-Fussballer (FC St. Pauli) zu seinen Depressionen steht und öffentlich macht, dass er sich vor Kurzem in stationäre Behandlung begeben hat.
Traurig, aber vermutlich wahr: Ohne Robert Enkes Selbstmord wäre diese Offenheit wohl nicht möglich. Hoffentlich finden auch andere den Mut dazu, sich helfen zu lassen – nicht nur Fussballer und/oder Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen.

Der FC St. Pauli gibt auf ausdrücklichen Wunsch seines Spielers Andreas Biermann folgende Presseerklärung ab:

Ich, Andreas Biermann, 29 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern, bin Profifußballspieler beim FC St. Pauli und leide seit mehreren Jahren an Depressionen.

Ich versuchte mir am 20.Oktober 2009 das Leben zu nehmen!

Zeitweilig habe ich versucht im Pokerspiel jenes Glück zu finden, das mir im Profisport aufgrund meines großen Verletzungspechs immer wieder versagt geblieben ist. Dieses Ventil hätte mich fast in eine Spielabhängigkeit getrieben, die meine eigentliche Erkrankung zusätzlich noch negativ beeinflusst hätte. Dies ist zum Glück nicht geschehen.

Dank der Unterstützung meiner Familie, des FC St.Pauli – allen voran meines Trainers Holger Stanislawski -, meines Beraters Henry Hennig und meiner Ehefrau, begab ich mich am 13. November in eine stationäre Behandlung.

Meine Familie und ich möchten dies der Öffentlichkeit mitteilen, um anderen Betroffenen eventuell den Mut zu geben, sich ebenfalls zu öffnen bzw. helfen zu lassen.

Zudem möchten wir uns selbst ein Lügen- und Versteckspiel nach meiner Genesung ersparen. Wir möchten offen damit umgehen, um dazu beizutragen, dass diese Erkrankung kein Tabuthema mehr ist.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Biermann

Der FC St. Pauli unterstützt Andreas Biermann in seiner Entscheidung für den Gang in die Öffentlichkeit. Der gesamte Verein wird im Rahmen seiner Möglichkeiten ihm und seiner Familie jegliche Unterstützung zukommen lassen.

Als Verein bitten wir alle Medienvertreter diesen mutigen Schritt mit dem nötigen Respekt, der nötigen Sensibilität und Achtsamkeit zu behandeln.

Wir, als Verein und Arbeitgeber, werten es als außerordentlich positiv, dass Andreas Biermann die Entscheidung getroffen hat, sich in stationäre Behandlung zu begeben. Während dieser Zeit des Klinikaufenthalts stehen einzelne Personen aus Familie, Freundeskreis und der Trainer in Kontakt zu ihm.

Wir bitten als Verein um Verständnis, dass es grundsätzlich keinerlei weitere Stellungnahmen (weder zum Gesundheitszustand, noch zum Verlauf der Therapie) geben wird, sofern es nicht ausdrücklich vom Spieler gewünscht wird. Daher bitten wir auf Anfragen an einzelne Personen, Mitspieler, Vereinsmitarbeiter oder gar Familienangehörige abzusehen.

Alle Konzentration gilt dem Heilungsprozess von Andreas Biermann und der Unterstützung seiner Familie.

Der Verein FC St. Pauli

Quelle: bundesliga.de

Nov 11
Warum?
gebloggt hat: amazingfufu am 11. November 2009 | | Keine Meinungen »

Gestern Abend verbreitete sich die Nachricht über das Internet wie ein Lauffeuer.

“Robert Enke ist tot.”

Zuerst dachte man gar nicht, dass das wirklich stimmen könnte, das musste eine Falschmeldung sein, bis die ersten Nachrichtensender ebenfalls in ihren Ticker-News schrieben, dass Hannovers Torwart nicht mehr am Leben ist.

Der erste Gedanke war “Am Sonntag stand er doch noch im Tor.” und “War sein Infekt doch nicht auskuriert?”
Man hört ja doch ab und zu mal etwas über Herzmuskelentzündungen und solche Dinge.

Mittlerweile deutet alles darauf hin, dass es sich um einen Freitod handelt.

Die Frage “Warum?” ein junger, wieder erfolgreicher Fussballer, der eine Frau und ein 8 Monate altes Kind  hinterlässt, sein Leben beendet wird vielleicht für immer im Raum stehen bleiben.

Das Mitgefühl gilt in diesem Moment seiner Familie, den Mannschaftskollegen und dem Zugfahrer, der das Pech hatte, genau diesen Zug zu steuern.

R.I.P.

R.I.P.

Bildquelle: http://www.11freunde.de

Okt 29
Pokal-Blamage in Frankfurt
gebloggt hat: amazingfufu am 29. Oktober 2009 | | Keine Meinungen »

Da saßen wir nun gestern Abend in der Commerzbank Arena und hatten uns schon lange auf das Pokal-Highlight gefreut.

Wenn die Frankfurter Eintracht im DFB-Pokal auf den FC Bayern München trifft, gab es bislang immer etwas zu sehen. Bekanntermaßen hat der Pokal “eigene Gesetze”, soll heißen: Hier kann der Außenseiter dem Favoriten auch mal ein Schnippchen schlagen.

Nachdem die SGE am letzten Samstag schon in der Liga auf die Bayern traf, hatte man das Gefühl, man wüsste was einen erwartet. Das Ligaspiel verlor die SGE in München 1:2, also kein Grund zur Panik, im Pokal würde man es besser machen. Soweit die Theorie.

Das Spiel war bis auf den letzten Platz ausverkauft, noch rechtzeitig auf die Parkplätze nahe am Stadion zu gelangen war nahezu unmöglich. Zu allem Überfluss kollidiert bei Spielen unter der Woche der Feierabendverkehr mit den Stadionzuschauern aus aller Welt, was schonmal zu leichten Irritationen im Auto führen kann.
Man fährt also nun in Schrittgeschwindigkeit in Richtung Parkplatz, immerhin ist’s ja noch zwei Stunden vor dem Spiel.
Aber weil Murphy nun einmal einen schrägen Humor hat, macht der Parkplatz-Einweiser den Parkplatz ein Auto vor dem Eigenen dicht. Der Gedanke einfach durch die Absperrung zu fahren verflüchtigt sich nach kurzer Diskussionsrunde im Auto recht schnell. Also heißt es “Parken im schönen Frankfurter Wald”, da wo es keine Laternen gibt. Das ist zwar noch recht nah am Parkplatz, aber Beleuchtung braucht dort offenbar trotzdem niemand. Aber den vollen Preis kann man für diesen Pseudo-Parkplatz an der Straße trotzdem verlangen. Verrückte Welt.

Immerhin hat man so schon ein wenig Zeit bis zum Spielbeginn totgeschlagen, der Fußmarsch vom Auto zum Stadion knappe 15 Minuten, aber frische Luft soll gerüchteweise gut tun.

Jetzt könnte man denken, wenn der Abend schon so anfängt, wäre die Stimmung eh schon für den Eimer. Gestern war das alles anders, gestern war Pokal, gestern wollten wir die Bayern aus der Arena fegen und ins Viertelfinale einziehen.
Zumindest die Fans wollten das, bei der Mannschaft bin ich nicht so sicher.

Irgendwann gings dann endlich los, die SGE-Fans hatten sogar Hübsches vorbereitet (siehe Foto) und lautstark die Mannschaft besungen. Konnte ja keiner ahnen, dass das alles nicht helfen würde.

SGE DFB Pokal 2009

SGE DFB Pokal 2009

Die Bayern spielten ohne Arjen Robben, der letzten Samstag den 1:1 Ausgleichstreffer gegen die SGE erzielte, kurz nachdem er eingewechselt wurde. “Puh, hier geht also heute Abend was.” Denkste.

Nach 4 Minuten stand van Buyten im Frankfurter Strafraum völlig allein (kommt uns das nicht bekannt vor?), hatte allerdings nicht genügend Zielwasser intus, um den Ball in Oka Nikolovs Tor zu befördern. Offenbar litt die Frankfurter Mannschaft an akutem Gedächtnisverlust, denn genau van Buyten war es doch, der den Samstag zuvor in der 86.ten per Kopf das 2:1 machte. Trotzdem fühlte sich niemand für den Bayern-Verteidiger zuständig. “Oh oh” ging da so manch einem Fan vielleicht durch den Kopf, aber noch war ja nix passiert.

Das sah nach 19 Minuten schon ganz anders aus, da hatten die Frankfurter schon 2 Tore kassiert. Miro Klose Fussballgott bediente die Eintracht gleich zweimal hintereinander. Viel dafür tun musste er kaum, die Abwehr der SGE machte es ihm leicht.

Und dann passierte etwas, das ich schon lange nicht mehr erlebt habe:
Die ersten Frankfurer verließen genervt (beschallt von “Auf Wiedersehen”-Gesängen der Bayern Fans) das Stadion.

Achwas, hier geht noch was, da geht man doch nicht nach Hause, schließlich sind wir hier bei der Eintracht.
Nachdem in der 29.ten allerdings Müller zum 0:3 traf, war ich da auch nicht mehr so sicher.

Mit dem Stand ging es dann auch in die Halbzeit, die Spieler zurecht begleitet von Pfiffen der Fans.  Unverständlich, dass Skibbe sich nach Samstag auf Experimente einließ, Steinhöfer in der Mannschaft, Chris nicht in der Innenverteidigung sondern weiter vorn, Liberopoulos und Teber nicht in der Start-Elf. Dass das nicht funktionierte, sah man in der ersten Halbzeit mehr als deutlich.

Nach der Pause wechselte Skibbe Teber und Liberopoulos ein, Steinhöfer und Bajramovic gingen früher duschen als ihre Mannschaftskameraden. Steinhöfer glänzte durch unterirdische Standards, Bajramovic durch Fehlpässe und seltsame Spielzugideen. Das heißt, wenn die Eintracht überhaupt einmal an den Ball kam.
Allein das ist Herausforderung genug, wenn man in keinen Zweikampf hineingeht und darauf hofft, dass die Bayern einem das Leder überlassen.

In der zweiten Halbzeit war nichts mehr zu holen und nach dem 0:4 durch Luca Toni in der 52.ten war selbst ich versucht laut auszusprechen “Ich geh jetzt.”.
Aber man ist dann ja nicht so, auch wenn die Hoffnung dieses mal schon längst unter der Erde war.  Die Bayern schalteten gefühlte 4 Gänge zurück und liefen schon einmal aus.

Gegen Spielende wechselte Skibbe noch Fenin gegen Korkmaz, der ein bisschen glänzen konnte, allerdings nur, weil die Bayern gedanklich schon in der Kabine waren. Fenin gewann im übrigen laut Statistik 3 von 12 Zweikämpfen und hatte ganze 25 Ballkontakte im Spiel.
Schaut man sich generell die Statistik der Spieler an, ist alles klar:
Die meisten gewannen nur zwischen 30% und 50% ihrer Zweikämpfe,  selbst die sonst so starken Spieler wie Ochs, Franz und Chris sehen hier unheimlich schlecht aus. Auch die Fehlpassquoten sind enorm gewesen am gestrigen Abend. Leichter konnte man es den Bayern nicht machen.

Was die Eintracht komplett vermissen ließ war der Biss. Die ganze Mannschaft eigentlich von Beginn an völlig willenlos, indisponiert. Sie wirkten überhaupt nicht heiß auf das Spiel. Da war kein Kampf, da war gar nichts. Nichtmal Karten gab es, nicht einmal Frust-Fouls, gar nichts. So gesehen hätte das Spiel nicht einmal stattfinden müssen, mit der Einstellung hätte man den 50.000 Zuschauern die kalten Füße ersparen können. Peinlich wars. Nicht, dass man gegen die Bayern verloren hat, aber dass man komplett ohne Gegenwehr sich in einem Pokalspiel hat abschießen lassen. Fremdschämen war/ist da angesagt.

Das nächste Mal kaufe ich mir lieber 35 Cheeseburger anstatt einer Eintrittskarte.

Ich frage mich wirklich ernsthaft, wer nach diesem Auftritt Bock hat, am Sonntag Abend zum Heimspiel gegen Bochum zu gehen.

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